Unterwegs
Stand: 28.08.2010
Unterwegs
 
Liebe Schiedsrichter-Kameradinnen und Kameraden,
 
hier findet Ihr Reiseberichte von Berner Schieris, die im In- und Ausland tätig waren.
         

Kreuzau 2009 Norhalne-Cup 2009 Kreuzau 2008 Norhalne-Cup 2008 Halloween-Cup 2006
Tampa-Bay-
Sun-Bowl 2005
Norway-Cup 2004  Norhalne Cup 2004 Sint Tunnis Cup Tampa-Bay-
Sun-Bowl 2003
  Norway-Cup 2003 Norhalne Cup 2003

Kreuzau 2009

Auch im diesem Jahr ist unser Schiedsrichter Obmann Knut Hagenow vom 12.06-14.09 mit zwei Jungschiedsrichtern nach Kreuzau gefahren. Diesmal waren mit dabei Mirko Braun und Marius Nitsch. Niklas Hagenow, unser dritter Schiedsrichter,  konnte wegen einer Verletzung leider nicht pfeifen, fuhr aber aufgrund eines Schulprojektes mit nach Nordrhein-Westfalen.

Am Freitag machten wir vier uns um 15:00 Uhr auf den Weg in Richtung „Ruhrpott“. Mit lauter Musik verließen wir die Hansestadt und fuhren in Richtung Kreuzau. Die insgesamt 20 Baustellen auf der Autobahn ( ja, wir haben sie gezählt) umfuhren wir gelassen. Nach ca. sechs Stunden Autofahrt kamen wir endlich im bescheidenen 17.000 Einwohner-Ort Kreuzau an. Dort angekommen wurden wir herzlich empfangen mit Hamburgern „satt“. Danach fuhren wir alle vier zu Knuts Bekannten, bei denen wir sogar alle übernachten durften.

Am Samstag klingelte uns der Wecker bereits um 07:30 Uhr aus den Betten. Das störte uns aber nicht, denn wir freuten uns auf die heutigen Turniere. Zuerst stand die D-Jugend auf dem Programm. Danach sollte die E-Jugend folgen. Um 08:30 Uhr fuhren wir zum Frühstück, das wir am Sportplatz bekamen. Die Mannschaften trudelten so langsam am Sportplatz ein. Die D-Jugendspiele leiteten wir alle im Gespann (mit Linienrichter). Bei schönstem Wetter sahen wir in ruhiger Spielatmosphäre teilweise wirklich guten Fußball. Das D-Jugendturnier machte uns sehr viel Spaß. Nach dem ersten Turnier bekamen wir wieder die leckeren Hamburger zum essen. Anschließend begann das Turnier der E-Jugend, das auf Kleinfeld stattfand. Zu diesem Turnier erschienen leider nicht so viele Mannschaften, so dass wir auf nur einem Kleinfeld die Spiele durchführten. Zur Freude der Spieler leiteten wir das Finale im Gespann. Am Abend fuhren wir zusammen mit der „Gastfamilie“ in ein Restaurant.
Danach spielten Niklas, Mirko und ich noch ein wenig Playstation , bevor wir dann müde in unsere Betten fielen.

Am Sonntag fuhren wir am Morgen wieder zum Sportplatz, um zu frühstücken. Nach dem  Frühstück pfiffen wir das F-Jugend Turnier. Daraufhin folgte das Bambini Turnier, in dem einige 4-jährige Spieler ihr Fußball-Debüt gaben. Für uns war an diesem Tag kaum etwas zu pfeifen, trotzdem hat es Spaß gemacht, den kleinen beim Spielen zuzusehen. Nachdem auch die Bambinis ihr Turnier beendet hatten, hieß es für uns, sich von den netten Leuten zu verabschieden. Wir fuhren wieder zurück in die Hansestadt. Erneut fuhren wir an den 20 Autobahnbaustellen vorbei in Richtung Hamburg.

Insgesamt war es eine sehr interessante Zeit in Kreuzau. Knut hat alles gut organisiert. Auch die Schiedsrichterleistungen hat er analysiert und uns Verbesserungsvorschläge gemacht.

Ein großes „Dankeschön“ an Knut sowie der netten Gastfamilie.
Es hat sehr viel Spaß gemacht!!!!!

Marius Nitsch
 

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Schiedsrichter im internationalen Einsatz

Oliver Pogrzeba hatte sich, als Mitarbeiter der dänischen Schiedsrichtervermittlung (Refex), bereits am Montag auf die Reise zum 26. Noerhalne Cup ,vom 21. – 23. Mai 2009, nach Dänemark begeben. Hannes Flach, Lars Mirko Braun, Bianca Rößler, Niklas Hagenow und ich selbst folgten dann am Mittwoch.
Zur Kaffeezeit trafen wir in Noerhalne (Nähe Aalborg) ein, wo wir mit großem Hallo auf dem Schulhof der örtlichen Grundschule begrüßt wurden.
Insbesondere freute ich mich, den Kameraden Michael Wachowiak dort zu treffen.
Michael ist nicht nur der dänische Chef der Refex, sondern auch Mitglied des Kaders der Berner Schiedsrichter und beim Noerhalne Cup Chef der dortigen Schieris.

Nach der Zimmerzuteilung und dem Einzug in die Stuben (es wird in den Klassenzimmern gehaust) erkundeten unsere Auslandsneulinge Bianca, Mirko und Niklas neugierig die Räumlichkeiten.
Schnell waren von allen neue Kontakte geknüpft und alte Bekanntschaften aufgefrischt.

Zum Abendessen suchten wir das Vereinshaus des örtlichen Fussiclubs auf, wo es die traditionelle Nudel-Fleischsoße-Mahlzeit gab.
Hierbei wurde die Anlage bestaunt, denn 1 Großfeld und 4 Kleinfelder, alle mit feinstem Rasen, hatten unsere Neulinge noch nie gesehen. Dabei handelt es sich aber nur um eine von insgesamt zig Anlagen, auf denen der Noerhalne Cup 2009 gespielt wurde. Allein in Aalborg wurde auf 14 Goßfeldern gespielt. Grandplätze sind dabei völlig unbekannt.

Insgesamt wurden in den 3 Turniertagen über 2000 Spiele mit fast 600 Mannschaften (u.a. aus Brasilien, Russland, Tschechien, Finnland, Norwegen, Schweden, Ukraine, Polen, Dänemark, Holland und Deutschland) von 176 Schiedsrichtern (aus Tschechien, Italien, Belgien, Dänemark und Deutschland) geleitet. Ein Großteil davon wurde im Gespann abgearbeitet. Jeder unserer Berner Pfeifen hat dabei mindestens 14 Einsätze gehabt.

Nach der abendlichen Sitzung wurde dann bekannt gegeben, auf welcher Anlage jeder Schieri das Turnier am Donnerstag beginnen würde. Wer noch Stehvermögen hatte, der wartete bis tief in die Nacht auf die Einzelansetzungen, also die Spielpaarungen.

Am Donnerstag nach dem Frühstück leerte sich dann die Schule. Die Schieris suchten ihre zugeteilten Anlagen auf und das große Pfeifen begann pünktlich um 9 Uhr. Im Laufe des Tages wurden die Englischkenntnisse aufgebessert und viele lernten erste dänische Vokabeln wie „frispark“ und „straffespark“ (Freistoß und Strafstoß). Am späten Nachmittag trudelte die Schierischaft dann abgekämpft und zum Teil sonnengebrand wieder in Noerhalne ein.
Nun wurden die Erlebnisse des Tages wortreich ausgetauscht, was nur durch die verdiente Dusche und das abendliche Buffet unterbrochen wurde.

Der Freitag hielt zwar einen nahezu identischen Ablauf parat, jedoch pustete man auf einer anderen Anlage in seine „Flöjt“ und Petrus machte zeitweise aus Fußball- Wasserspiele.

Am Samstag, dem Finaltag, sorgte dann ein strahlend blauer Himmel für garantierten Sonnenbrand.
Ich selbst hatte die Ehre, das Elite-Finale der U10-Jungen in Noerhalne zu leiten. Hierbei musste ich, trotz Kleinfeld, meine ganze Kunst des Laufspiels unter Beweis stellen, denn es standen sich zwei englische Mannschaften gegenüber, die klassisch „Kick and Rush“ spielten.

Der letzte Abend gehörte traditionell der Ehrung von Kameraden, die sich durch besondere Kameradschaft ausgezeichnet haben oder besondere Leistungen vollbracht haben. In diesem Jahr war es uns nicht vergönnt einen Kameradschaftspokal mit nach Hamburg zu bringen, was sich aber im nächsten Jahr schon ändern könnte. Eigentlich hatten aber alle Schiedsrichter einen Pokal verdient, denn im ganzen Turnier wurde nicht ein einziger Protest eingereicht.

Am Sonntag widmeten wir uns dann einem gemütlichen Frühstück, räumten unsere Stuben auf und verabschiedeten uns von allen lieb gewonnenen Kameraden und Kameradinnen.

Wir alle, insbesondere auch Bianca, Niklas und Mirko, freuen uns schon jetzt auf den Noerhalne Cup 2010.

Knut

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Kreuzau 2008 - Berner Jungschieris in Nordrhein-Westfalen

Unser Schiedsrichterobmann Knut Hagenow ist vom 13.06 – 15.06.2008 mit vier Jungschiedsrichtern 500 Kilometer von Hamburg nach Nordrhein-Westfalen gefahren, um in dem kleinen Ort Kreuzau mehrere Jugendturniere zu pfeifen.

An Bord des Hamburg-Express befanden sich Mirko Braun, Niklas Hagenow, René Uckermark, Bianca Rößler und natürlich der Pilot Knut.

Nach einer langen Anreise kamen wir gegen 21.30 Uhr am dortigen „Stadion" an . Die Kreuzauer haben uns warmherzig und offen empfangen, uns sofort mit Hamburgern und „Fritten" versorgt und jedem ein Plätzchen zum Schlafen gegeben. Beim SC Kreuzau 05 hat man leider nur einen ausgebildeten Schiedsrichter und so darf nahezu jeder, der etwas von Fußball versteht, mal ein Spiel pfeifen. Am Samstagmorgen um 9 Uhr fing das erste D-Junioren-Turnier an. Wir Jungschiedsrichter waren sehr aufgeregt, da wir noch nie soweit weg von zuhause gepfiffen hatten.

Weil einige Mannschaften ohne Abmeldung nicht gekommen waren, spielten wir mit Hin- und Rückrunde. Nach einer kleinen Regelerklärung, auf was man im Gespann achten muss, traten wir Schiedsrichter in der Rückrunde im Gespann auf. Alle außer René hatten schon ihre kleinen Erfahrungen im Gespann gemacht. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten wurde allen schnell klar, wieviel Spaß es macht, wenn man im Team pfeift. Das erste Turnier lief dem Ende zu, doch die Aufregung hatte sich bei keinem von uns gelegt. Knut gab allen Jungschiedsrichtern fleißig Tipps, was sie noch besser machen könnten und die Jungschiedsrichter setzten dieses hervorragend um.

Da das zweite Turnier ausgefallen war, fuhren wir in die nächstgelegen Stadt Düren, guckten uns das kleine Einkaufszentrum an und schlenderten, natürlich in Berner Outfit, durch die Fußgängerzone.

Am Nachmittag mussten wir dann wieder in Kreuzau sein und ein E-Junioren-Turnier pfeifen. Die Spieler und Eltern waren sichtlich von uns begeistert. Am Abend waren wir alle geschafft und hatten viel dazu gelernt. Wir freuten uns darauf, in netter Gesellschaft den Rest des Tages ausklingen zu lassen. Am Sonntag standen wir um 9:30 Uhr frisch und munter wieder auf dem Sportplatz und pfiffen fleißig die F-Junioren.

Nachmittags hatten wir nun ein C-Jugend-Turnier zu pfeifen. Wir alle waren wieder sehr aufgeregt, weil nun alle Spiele im Gespann gepfiffen werden sollten. Nun konnten wir alle zeigen, was wir im Laufe des Wochenendes dazu gelernt hatten. René Uckermark hat gezeigt, was man an der Linie tun muss, Mirko Braun hat den hektischen Spielsituationen Ruhe verliehen. Bianca sprach ihren allerersten Feldverweis aus, was in sehr überzeugender und beeindruckender Weise tat. Der betroffene Spieler verließ unverzüglich das Spielfeld. Widerspruch traute er sich nicht.

Knut hat zwar größtenteils bei den Spielen zugeguckt, aber er war ein guter Aufpasser und Lehrer zugleich. (Danke! Ihr seid aber auch sehr gute Schüler!!!)

Abends sind wir dann glücklich und erschöpft nach Hause gefahren, wo wir gegen Mitternacht ankamen.

Alles in allem hat die Ausfahrt nach Kreuzau allen Beteiligten riesigen Spaß gebracht und wir alle haben viel dazu gelernt.

Anmerkung des Obmanns:
Durch das tolle Auftreten und die noch tollere Schieriarbeit haben wir uns eine Einladung für 2009 eingehandelt. Ich bedanke mich bei Euch und hoffe auf viele weitere schöne und erfolgreiche Momente mit Euch.

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Noerhalne Cup 2008

Zum dritten Mal, nach 2005 und 2006, machte ich mich auf den Weg in den Norden Jütlands. Als einzigen Begleiter des tus Berne hatte ich in diesem Jahr Christoph Stürmer, da Andreas König und Michael Lange kurzfristig absagen mussten, da sie eine Kleinigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts zu erledigen hatten.
So verluden Christoph und ich unsere Utensilien am Mittwoch den 30.04.08 in den geliehenen Ford Ka und ließen uns, angetrieben von bescheidenen 60 PS, Richtung Norden treiben.
Bei trockenem Wetter verwöhnte Christoph uns mit Kassetten (einen CD-Player hat das Töff nicht) aus seiner Kindheit und Jugend. Zu hören waren alle guten und schlechten Fußballsongs, gesungen u.a. vom „Kaiser" und dem „Bomber der Nation".
Als der Verkehr dann etwas zähflüssig wurde, hatten wir bereits Aalborg erreicht. Im „Limfjordtunnelen" ging es nur langsam voran, sodass wir noch einen zusätzlichen Moment Zeit hatten dem herrlichen Klang der singenden Fußballspieler zu lauschen.
Nach nicht ganz 6 Stunden erreichten wir dann, immerhin ohne Navi, den kleinen Ort Noerhalne mit der inzwischen so vertrauten Schule und dem zum Parkplatz umfunktionierten Schulhof.
Sofort trafen wir bekannte Gesichter. Es folgten eine herzliche Begrüßung und ein entspannter Nachmittag, an dem immer mehr noch unbekannte und bekannte Schierikameraden eintrafen.
Die letzten trafen am frühen Morgen des 01.Mai ein, als der Großteil bereits zufrieden in den Schlafsäcken schlummerte. Immerhin hatte man schon erfahren auf welcher Anlage man am ersten Turniertag pfeifen würde.
Für einige kam es aber anders, denn nachdem 15 holländische Kameraden das Turnier in ihrem Kalender falsch eingetragen hatten, ackerte das Refex-Team die Nacht durch und überarbeitete die Ansetzungen.
Schließlich war ich selbst dann einer derjenigen, die ohne Assistenten auf die Elitemannschaften in Aalborg losgelassen wurden, weil uns ja die Holländer fehlten.
Nach 4 Spielen a 2x 25 Minuten, teilweise mit leichtem Regen garniert, und einigen netten Gesprächen mit den spanischen Kameraden hatte ich dann auch dicke Beine und einen trockenen Mund. Ich war froh in die Schierizentrale zurückkehren zu dürfen, um eine heiße Dusche zu genießen.
Das Abendmahl bestand in diesem Jahr nicht ausschließlich aus Nudelmasse mit Fleischsauce, sondern aus einigen, als Buffet angemachten, leckeren Speisen, die wir direkt in der Schule kredenzt bekamen.
Am zweiten Tag durfte ich dann nach Vestbjerg. Hier hatte ich nicht nur selbst Spiele zu leiten, sondern durfte auch als „Fieldmarshall" fungieren. Ich war also Schieriboss auf der Anlage (4 Großfelder, 2 Kleinfelder). Arbeit hatte ich davon nicht, denn alle Kameraden, unabhängig vom Alter und der Nation, lieferten hervorragende Arbeit ab.
Für mich war es ein schönes Wiedersehen mit der Anlage, hatte ich doch 2 Jahre zuvor hier ein Finale leiten dürfen.
Nach einem langen Tag und den ersten Sonnenbränden durfte ich dann noch erleben, dass in einen Ford Ka sogar 3 italienische und 2 deutsche Schieris, samt Gepäck, hineinpassen.
Beim Aussteigen in Noerhalne gab es dazu natürlich ein paar reizende Kommentare.
Da ich als erster, immerhin erst am zweiten Tag, eine gelb-rote Karte zeigen musste, durfte ich am Abend noch eine Kiste Bierchen in den Schlafsaal stellen.
Auch am dritten Tag war ich in Vestbjerg eingesetzt. Wieder Sonne, tolle Spiele und sehr gute Arbeit der Schieris, aber leider gab es auch einen Spielabbruch, der durch eine dänische Mannschaft provoziert worden war.
Ich selbst brach einen Bann und zeigte, nach einer Beleidigung, meine erste glatte rote Karte auf dänischem Boden, wobei es ausgerechnet einen Spieler des ETV-Hamburg traf.
Es war aber nur eine von 21 in fast 1700 Spielen des gesamten Turniers.
Nach einem tollen Abschlussabend und einer weiteren Nacht mit Schnarchkonzert, besonderer Dank gilt hier der ersten Stimme aus Sachsen, packten wir unser sieben Sachen wieder zusammen, verabschiedeten uns mit dem Schwur: „Bis nächstes Jahr!" und tuckerten wieder gemütlich nach Hamburg.

Knut

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Halloween-Cup in Florida 2006

Seit längerem arbeite ich an einem neuen Turnier in den USA, uns fehlt nur noch den Herbst zu besetzen. Im Internet hatte
ich schon recherchiert und durch unseren Ansetzer im Kreis Clearwater
bekam ich den Tipp und die Einladung zum Halloween-Cup im Oktober.
Ein wenig mulmig war mir schon, da der Herbst in Florida zur Hurricanseason erklärt ist und die heftigen Wirbelstürme auch ein Fußballturnier zerstören können. Nichts desto trotz fasste ich mir ein Herz und flog am 16.Oktober mit Julius Göllner, Sven Friedrich, beide Sachsen und Benjamin Buth aus Göttingen in den amerikanischen Süden.
Wir hatten uns am Flughafen von Tampa verabredet, da jeder seinen Flug hatte und es klappte sehr gut, um 23.00 Uhr waren wir alle versammelt, bis auf das Gepäck von Benjamin; das musste wohl noch woanders hin. Aber am nächsten Vormittag war das dann auch da.
Unser Hotel war in Strandnähe, Honeymoon Island, gelegen und wir hatten uns einige Tage im voraus einlogiert, um ein wenig die 30 Grad zu genießen, bevor wir auf dem grünen Rasen tätig werden sollten.
Am Tag vor Turnierbeginn hatte die Turnierleitung uns in ein sehr gutes Hotel einquartiert und wir
genossen den guten Service am Pool bevor es losging. Das Turnier wurde an 4 Orten mit jeweils bis zu 8 Plätzen ausgespielt – Benjamin und Ich wurden in die eine Gruppe und Sven und Julius in die andere Gruppe mit vielen jungen Amerikanern gesteckt, um mit denen zu arbeiten und denen auch evt. was beizubringen. Wir Europäer haben bei unseren amerikanischen Freunden einen sehr guten Ruf. Es war auch die Meinung, dass wir einen Vortrag halten sollten, aber leider klappte das nicht so ganz, aber ansonsten war das Turnier sehr gut organisiert. Auch die Verpflegung war nicht schlecht, auch wenn amerikanisch fastfoodmäßig.
Benjamin und Ich waren in den Gruppen U16 Jungen und Mädchen unterwegs, nicht nur als Schiedsrichter, beide hatten wir auch das Vergnügen mit 2 jungen Damen, die uns als SRA zur Verfügung standen, zu arbeiten. War ganz lustig und die eine hatte auch echt was drauf, die andere wollte einfach nur Geld verdienen, und schlecht bezahlt war das nicht.
Wir bekamen pro Spiel, je nach Klasse, bis zu 40 Dollar als SR und als SRA die Hälfte, und wenig Spiele hatten wir nicht, am ersten Tag wurden es 6 Spiele als SR, am 2. Tag 5 Spiele als SR, davon das U16 Mädchen Finale, wobei mir Benjamin assistierte und dann durfte ich noch bei Benjamin den SRA im U13 Finale machen. Alles in allem ein anstrengendes aber sehr gutes Turnier, bei dem man auch Spaß hatte, obwohl einige SR nicht antraten und wir dann die deren Spiele hatten. Ein Spiel war 2 x 40 min. in unseren Klassen.
Das einzige was ich nicht konnte, war die Kartenstatistik zu toppen, 4 gelbe Karten war alles, was das Turnier für mich übrig hatte und auch die anderen hatten nicht mehr. 
Am Abend nach den Finalspielen wurden alle SR zusammen mit der Turnierleitung zum gemeinsamen Essen und Trinken geladen und man feierte den Erfolg des Turniers, dass sich im Laufe von 5 Jahren von 40 Mannschaften auf 200 Mannschaften gesteigert hatte. Gerne würde man mehr Mannschaften aufnehmen, aber es fehlt dann doch an den Plätzen. Aber deutsche Mannschaften möchte man gerne haben. Die haben alle Klassen von Kleinfeld U9 bis Großfeld U18 und teuer ist es auch nicht.
Nach dem Turnier lud uns die Turnierleitung ei,n noch 3 Tage auf deren Kosten im Hotel zu bleiben, was wir gerne annahmen und dann auch die Zeit hatten, die Gegend zu erkunden.


Julius musste dann am 25.10. nach Hause fliegen, das Studium wartete. Wir anderen logierten uns bei Freunden ein, die wir von früheren Turnieren her kannten und hatten dort unseren Ausgangspunkt zu einem Ausflug nach Gainesville im Norden Floridas, wo Taryn und Dante, unsere Freunde vom Nørhalne Cup, wohnten. Groß war die Wiedersehensfreude und unsere Freunde zeigten uns Gainesville mit dem imposanten Stadion der Gators, wo 90.000 Menschen Platz haben. Ein fantastischer Rasen, aber nur für American Football, europäischer Fußball durfte da nicht gespielt werden.

Während ich in Gainesville geschäftlich zu tun hatte und mich mit unserem Turnierpartner der „Score at the Shore Event´s" traf, machten die anderen einen Ausflug nach St. Augustine und den Atlantikstrand, um das kühle Nass zu genießen. Am Abend dann zog ein fürchterliches Unwetter auf und wir konnten einem fantastischen „Thunderstorm" zusehen mit Blitzen, die man in Europa in der Größe wohl kaum sehen kann.

Auf dem Rückweg nach Tampa machten wir dann noch einen Stopp im Silver Springs Naturpark, der mit seinen vielen Attraktionen zum Verweilen einlud. So sahen wir eine Alligatorfütterung, wie man mit Schlangen umgeht und segelten mit einem Boot über die Quellen der Seen, wo berühmte Filme wir James Bond und die Tarzan Filme gedreht wurden. Am Abend waren wir dann zum Halloween Event in Parrish, ein kleiner Ort südlich von Tampa, eingeladen, wo man uns das Gruseln lehren wollte. Zusammen mit unseren Freunden Nancy, Wallace und deren Tochter Madison verbrachten wir einen lustigen Abend mit Geistern und Gespenstern, wo uns neben Dracula und Frankenstein auch das Kettensägenmassaker unterhielt. Abgeschlossen wurde dann mit einem vorzüglichen Dinner in einem Nachtrestaurant, das uns mit typisch südamerikanischer Küche verwöhnte.

Dann musste auch Benjamin wieder zurück - Schule -,  Sven und Ich hatten dann noch einen Tag, den ich mit Geschäften und Sven am Pool, verbrachte, bevor wir uns am 31. Oktober in Richtung Heimat machten.

Alles in allem ein schöner Trip und ein neues Turnier für die REFEX®, das wir nun auf unserer Homepage anbieten und sehr für die Herbstferien empfehlen können.

Michael Wachowiak

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Berne pfeift in Amerika

Michael Wachowiak ist Schiedsrichter in Berne seit Mai 2001. Er pfeift im Bereich des HFV Pflichtspiele bis zur Kreisliga und Gesellschaftsspiele bis zur Bezirksliga. In Dänemark betreibt er die Schiedsrichtervermittlung REFEX Dansk Dommerformidling in Aarhus. Das heißt in Dänemark, Norwegen, Niederlande, Tschechien, Italien, Spanien und den USA stattet die REFEX Junioren-Turniere mit Schiedsrichtern aus. Diese Unparteiischen kommen aus ganz Europa. Wenn sie eingeladen werden, sind sie bereits „handverlesen“, denn blamieren will sich Direktor Wachowiak nicht. So ist es ihm unter anderem zu verdanken, dass sich so viele Berner Jungschiedsrichter, aber auch fortgeschrittene Jahrgänge,  positiv entwickelt haben.
Hier nun der Bericht von Michael, der über Weihnachten/Neujahr 2005/06 zusammen mit Oliver Pogrzeba und Mehmet Fatiras in  Florida am Tampa Bay Sunbowl  teilnahm.

Zum 3. Mal flog ich nun schon nach Tampa zum Sunbowl,  mit großer Vorfreude, aber dieses Mal  auch mit gemischten Gefühlen: Erstmalig hatte ich 21 Schiedsrichter aus 4 europäischen Staaten beim Turnierveranstalter angemeldet. Sie kamen aus Belgien, Mazedonien, Deutschland und Dänemark. Damit war die Betreuung dieser Kameraden etwas schwieriger als im Vorjahr, wo es "nur“ 16 Unparteiische waren. Ich war dann auch dankbar, dass ich tatkräftige Unterstützung hatte. Es unterstützten mich unter anderem mein Mitstreiter in der Schiedsrichtervermittlung, 2. Direktor Jörg Weitkamp aus Münster, der Hamburger REFEX-Repräsentant Oliver Pogrzeba u.s.w. . Letzterer übernahm sehr gerne das Amt des „Zahlmeisters“. Klarer Fall: Wann hat ein armer Student auch schon mal Gelegenheit, so viele Dollars in die Hand zu bekommen?

Michael Wachowiak
Michael Wachowiak

Viele Spiele mussten geleitet werden und es gab etliches zu tun für die Kollegen. Besonders Igor, unser Erstligaschiedsrichter aus Mazedonien, musste bei einem Viertel-Final-Spiel  innerhalb von einer Minute vier Mal in die Hintertasche greifen, um „Rot“ zu  ziehen. Rudelbildung mit gewalttätigen Auseinandersetzungen konnten keineswegs mit Gesten und guten Worten beendet werden. Aus Enttäuschung über das Verhalten der Akteure lehnte Igor später einen Einsatz im Finale ab! Immerhin hatten wir jetzt einen "Roten Igor" in der Truppe und in unserer "Penaltykasse" klingelte es ordentlich.
In die Penaltykasse zahlten die Kameraden ein, wenn sie disziplinarisch tätig wurden ( gelbe Karte 1 $, rote Karte 3 $ ). Weitere Preise: Unpünktlich zum Spiel oder anderen Terminen: 1 $, unschicklicher Sprachgebrauch = 1 $. Bei so vielen Nationalitäten ist es gar nicht so leicht, unflätigen Sprachgebrauch auszumachen, denn unsere Belgier sprachen häufig in ihrer Muttersprache, Flämisch. Wer versteht denn das? Nun, wir setzten Olli Pogrzeba als Spion ein. Er fuhr stets bei den Herren im Auto mit. Jedes Mal, wenn ihr Lachen sich veränderte ( etwas dreckiger wurde oder zumindest so scheinen wollte ), buchte Olli die Dollars in die Kasse ein. Grundsätzlich wurde aber englisch gesprochen. USA
Belgien     Mazedonien
Deutschland     Dänemark

Die Mischung aus alten, erfahrenen Schiedsrichtern  und jungen, talentierten „Hüpfern“ war gut. Die Gestandenen konnten den jungen Mannen einiges beibringen und so war es nicht verwunderlich, dass der „Rote Igor“ mit vielen Fragen belagert wurde. Aber auch unsere beiden 4. Liga-Schiedsrichter aus Dänemark hatten viel zu berichten. Es war eine reine Freude mit den „Hochkarätigen“ zu arbeiten.

Die REFEX-Schieris bildeten die größte Gruppe. Sie kamen während des Turnierverlaufs auf etwa 210 Einsätze als Unparteiische und Assistenten. Damit bin ich, als verantwortlicher Leiter, sehr zufrieden. Laut Aussagen der Turnierleitung gab es insgesamt 44 ( Vorjahr: 36 ) Platzverweise. 
Ich danke an dieser Stelle allen Kollegen, die dabei waren, besonders aber meiner Crew, die, wie es sich wieder einmal zeigte,  in allen Lagen ein verschworenes Team ist und alles dafür tut, dass unsere Reisen erfolgreich sind und wir einen erstklassigen Ruf genießen.
Als Berner Referee hatte ich, trotz aller organisatorischer Arbeit, ebenfalls meinen Spaß. Besonders mit Olli und Mehmet: Wir bildeten ein unschlagbares Gespann. Ein Wermutstropfen fiel leider doch ins Glas: Olli verlor den  Kampf gegen die Klimaanlage unseres Hotels. Er hütete mit einer Erkältung das Bett. Leider verpasste er dadurch seinen Einsatz beim U17-Halbfinale Chicago United vs. Atlanta Fire, welches er mit Mehmet und mir leiten sollte. Thomas Jacobi aus Dresden ( Schieri bis zur Landesliga ) übernahm erfolgreich den Part. Dieses Spiel war dann so knifflig, dass ich auch in die Penalty-Kasse einzahlen durfte ( 5x Gelb, 1x Rot).
Nach dem Turnier gönnte  ich mir noch einen kurzen Erholungs-Urlaub – davon berichte ich, vielleicht, ein anderes Mal.

Michael Wachowiak, Egaa/Aarhus

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Der Norway – Cup in Oslo Juni 2004

Zum 3. Mal in Folge schickte die REFEX deutsche  und dänische Schiedsrichter zum Norway- Cup nach Oslo. Der Norway-Cup ist das größte Jugendturnier der Welt mit 1440 teilnehmenden Mannschaften aus 48 Nationen.
Es waren Schiedsrichter aus 14 Nationen dabei, wobei die Engländer, Waliser und Schotten die größte ausländische Schiedsrichtergruppe mit 49 Kollegen stellte. An zweiter Stelle kamen wir mit 25 Kollegen. Noch im Jahre 2002 begannen wir mit 3 Kollegen und jetzt sind es 25.
Auch in diesem Jahr hatten wir wieder sehr viel Spaß. Zunächst möchte ich die „Truppe“ vorstellen. In Zimmer 1: Lutz Papke, Stefan Bähr, Gunnar Stary,  Kristian Meier, alle aus Dresden,  Mareike Münning, aus Essen, Oliver Porgzeba und Oliver Eschner aus Hamburg, Benjamin Jantzen aus Kopenhagen, dazu kam der Kamerad Daniel Stocker aus der Schweiz sowie meine Wenigkeit als Zimmervorstand.  In Zimmer 2 hatte Jürg Ehrt den Zimmervorstand. Dazu kamen Roy Ehleben, Matthias Leonhardt, Stefan Gräfe, Alexander Gliesing, alle Dresden, Morten Spove, Thomas Christiansen, Kåre Foged aus Kopenhagen, sowie der Kollege Daniel Spiess aus der Schweiz und der Norweger Lars. Die Schiedsrichter Carsten Schmitz, Essen, Martin Madsen, Kopenhagen, und Michael Kjær aus Rønde, wohnten auf dem Campingplatz, da sie ihre Frauen mithatten.
In meinem Zimmer waren hauptsächlich die Skatspieler und es wurde jeden Abend gezockt. Die anderen Kameraden freundeten sich schnell auch mit einigen norwegischen Kollegen an und einer nahm sie mit zum Schwimmen an den Oslofjord in einer kleinen Bucht, wo sie von einer 10 Meter hohen Brücke ins Wasser sprangen, jedenfalls diejenigen, die den Mut dazu hatten. Dazu kamen dann noch die Ausflüge in die Stadt, Besuche in den Museen und eine kleine Kreuzfahrt bei herrlichstem Sonnenschein mit den Fähren auf dem Oslofjord.
Natürlich gab es auch reichlich Fußball und immer wieder spannende Erlebnisse bei den Spielen mit Mannschaften aus Brasilien und Mexico, echte Nachbarschaftsduelle. Auch die Damen aus Armenien waren wieder vertrete,n und aus Afrika kamen Mannschaften aus Nigeria und Sambia.
Übrigens: Beide Zimmer hatten einen kleinen Statistik-Wettkampf laufen. Diese gibt dann auch wieder, wie es her ging bei den Matches.
       
Zimmer 1: 
184 Spiele
59 gelbe Karten
2 gelb/rote Karten
3 rote Karten
26 Strafstösse 
1 Schiedsrichterbeleidigung /Sonderbericht
Zimmer 2:
156 Spiele
84 gelbe Karten
2 gelb/rote Karten
3 rote Karten
23 Strafstösse
1 Spielabbruch

Das ganze wurde dann in Punkte umgerechnet:
1 x gelbe =
1 Punkt
1 x gelb/rot = 2 Punkte
1 x rot = 3 Punkte
1 Elfer = 2 Punkte
1 Abbruch = 10 Punkte
1 Bericht = 5 Punkte

Zimmer 1:  129 Punkte -  Zimmer 2:  153 Punkte. Das bedeutete: Zimmer 2 hatte die Wette um die wenigsten Punkte verloren und musste dem anderen Zimmer eine Runde eines edlen Getränks spendieren.  Beim Abschlussfest, wo alle Schiedsrichter mit Speis’ und Trank bewirtet wurden, kamen die Nominierungen für die Finalspiele:

C – Jugend Finale der Jungen:

Schiedsrichter: Matthias Leonhardt – Dresden, Deutschland
  Assistent 1: Daniel Spiess - Schweiz
  Assistent 2: - Norwegen
C – Jugend Finale der Mädchen: Schiedsrichter: Mareike Münning – Essen, Deutschland
  Assistent 1 : - England
  Assistent 2: - Norwegen
A – Jugend Finale der Jungen: Schiedsrichter: - Norwegen
  Assistent 1: Thomas Christiansen – Kopenhagen, Dänemark
  Assistent 2: - Norwegen


Wir sind sehr stolz darauf, dass gleich drei unserer Unparteiischen bei einem Finale eingesetzt wurden, und auch in Gesprächen mit der Turnierleitung versicherte man mir, das die Referees der REFEX durchgehend sehr gute Leistungen gezeigt hatten. Man „bestellte“ daraufhin gleich 30 deutsche und dänische Schiedsrichter für  den Norway Cup in Oslo 2005.  Abschließend wurden der REFEX die alleinigen Vermittlungsrechte für Schiedsrichter aus Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz zugesichert. Ein großer Erfolg für uns und unsere Arbeit für die Schiedsrichter.

Also Leute: Auf nach Norwegen im Juli 2005!!

Michael Wachowiak

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Nørhalne Cup 2004 20.5.2004 – 23.5.2004 von Matthias "Matze" Gross

Wie in den beiden Vorjahren, beschloss ich auch dieses Jahr zum internationalen Fußballturnier nach Nørhalne zu fahren. Als Fahrgast hatte ich diesmal unseren „Olli- International“ – Oliver Pogrzeba dabei, der nach 4 Jahren Pause wieder mit von der Partie war.
Mittwoch morgens starteten wir und schon mittags trafen wir bei der Schule von Nørhalne ein. Wer früh genug kam, konnte sich im Übernachtungsquartier die besten Schlafplätze aussuchen. Im Laufe des weiteren Tages trafen dann auch, nach und nach, die restlichen Schiedsrichterkameraden ein. Die Essener, die Dresdner sowie die Kollegen aus Dänemark, Holland, Belgien und Lettland. In unserem Zimmer schliefen noch: Christoph Stürmer, Jan Nehlsen, Michael Lange (alle ebenfalls TuS Berne), Patrik Bauer, Oliver Dick (beide vom TSC Wellingsbüttel) und Oliver Eschner (Hoisbütteler SV).
Abends wurden die gelben Zettel verteilt, die man in der „Gelben Karte“ (eigentlich war es ja die Schulaula) gegen Tuborg (Skol!) oder Nicht-Alkoholische Getränke eintauschen konnte.
In einer Ansprache stellte Michael Wachowiak, Chef der dänischen Schiedsrichtervermittlung „Refex“, das Arbeits-Team vor, welches während der nächsten drei Tage die Schiedsrichter betreute. Wir erfuhren alle wichtigen Daten über den Ablauf des gesamten Turniers.
Danach begann der gesellige Teil. Während wir Skat spielten, oder die ersten Bierchen „einfuhren“, oder auch nur klönten, warteten wir auf die Mitteilung, in welchem Ort am nächsten Tag unsere Schiedsrichterarbeit gefragt war. Leider wurden die aufgestellten Pläne des Refex- Teams, insbesondere der Ansetzer, binnen Stunden über den Haufen geworden, da es in Dänemark dermaßen  stürmte, dass eine Fähre aus Norwegen mit über 700 Spielern nicht in den Hafen einlaufen konnte. So wurden einige Spiele verlegt oder wurden ganz abgesagt. Da die genauen Ansetzungen für die Spiele nur nicht mehr nicht so früh geplant werden konnten, bekamen wir nur die Orte genannt, an denen wir pfeifen sollten. Die Spielpaarungen erfuhren wir dann von den jeweiligen Platzleitern am nächsten Morgen vor Ort.
Der Sturm verschwand auch am nächsten Tag nicht. Sicherlich, wir hatten einen strahlend blauen Himmel, aber der kalte Wind machte die ganze Angelegenheit sehr unangenehm. Zwischen zwei Spieleinsätzen zogen sich die meisten Kameraden fast alles an, was sie mit auf die Plätze genommen hatten, damit sie nicht frieren mussten.
Dieses Jahr wurden die Spiele auf neun Plätzen ausgetragen. Ich war auf den Plätzen in Pandrup (Jetsmark-Stadion, Donnerstag, 11er Feld), Nørhalne (Freitag 11er Feld U-16), Birkelse (U 9 Kleinfeld) und Bronderslev (U 11 Großfeld) - beide am Samstag - eingeteilt.
Insgesamt leitete ich 15 Spiele (11 Großfeld + 4 Kleinfeld). Es waren nur zwei wirklich spannende Begegnungen dabei. Das waren gleich die ersten beiden Aufeinantreffen, Spiele der Elite-Gruppen. Beim ersten Match unterstützte ich Mike Albrecht vom SV Bergstedt (Hamburg) an der Linie. Im zweiten Spiel war ich selber als Gespannführer angesetzt. An meiner Seite winkte unter anderem Jürg Ehrt, aus Dresden. Dieser hatte für solche Spiele seine Fahnen mit Funkleitsystem zur Verfügung gestellt. Das war eine lustige Erfahrung. Bei jedem Zeichen drückten die Assistenten zusätzlich auf einen Knopf und der Sender an meinem Arm vibrierte. Damit ich unterscheiden konnte von welcher Seite das Zeichen kam, ertönte für jeden Linienrichter ein unterschiedliches Signal.
Leider war der Rest meiner Spiele eher langweilig. Sehr schöne Erlebnisse waren die Teamworks mit den deutschen Kollegen. Das Nichtantreten der norwegischen  Mannschaften verursachte häufig lange Pausen.
Dadurch bildeten sich auf den Plätzen, auf denen ich tätig war, mehr Gespanne als üblicherweise vorgesehen und angesetzt. So zog ich, zum Beispiel, am Samstag in Nørhalne mit 2 Kollegen aus Dresden von Platz zu Platz. Jedes mal tauschten wir die Plätze. Insgesamt leiteten wir an diesem Tag 6 Spiele im Gespann.
Da gab es dann für die „linesmen“ keine Spesen, aber die Kameradschaft unter den Referees war so überwältigend, dass man darauf gut verzichten konnte und die Wartezeiten wurden prima gut ausgefüllt.
In Nørhalne war ich in einem Finale als Assistent vorgesehen. Doch durch die Abreise dreier belgischer Kollegen musste ich Samstag nachmittags von Birkelse nach Bronderslev düsen, um dort einige Spiele zu übernehmen.
Dank Olli kam ich doch noch zu meinen Finaleinsatz. Er war Platzleiter in Bronderslev und setzte alle die Schiedsrichter ein, die ebenfalls dort hingefahren waren und eigentlich in einem Endspiel auflaufen sollten. So assistierte ich ihm im U 12 Finale auf dem Großfeld.
Am Samstagabend, nach Beendigung des Turniers, wurde von Michael die Abschiedsrede gehalten. Der Kameradschafts-Pokal wurde dieses Mal an drei Unparteiische ausgegeben. Man könnte auch sagen, gerecht verteilt: Carsten Schmitz aus Essen, Stefan Zock aus Dresden „Olli-International“ erhielten je eine Trophäe. Ich bin der Meinung, dass alle Drei den Cup wirklich verdient hatten!
Nachdem ich im Jahre 2003 selber die Auszeichnung entgegennehmen durfte, war dieses Jahr wieder ein „Berner“ beteiligt, sehr zur Freude meines Obmanns.J. Ach ja: Jürg Ehrt aus Dresden wurde ebenfalls mit einem Pokal ausgezeichnet, weil er bereits zum 10ten Mal in Nørhalne angetreten war.
Auch wenn vieles vielleicht nicht ganz rund abgelaufen war (siehe unter: Problem der fehlenden Norweger), konnten wir dennoch auf ein schönes Turnier zurück blicken.

Matthias „Matze“ Gross

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Nørhalne Cup 2004 – ich war auch dabei von Holger Stürmer

Seit einigen Jahren fahren meine Schiedsrichter regelmäßig zu Jugendturnieren ins Ausland. Ganz besonders beliebt ist der Wettkampf in und um Nørhalne, etwa 35 Kilometer nördlich von Aalborg, der immer am Himmelfahrtstag beginnt und drei Tage dauert.
Von jedem Turnier kamen meine Herrschaften erschöpft, aber glücklich und zufrieden zurück. Die Jungschiedsrichter, das merkte ich immer wieder, hatten ihren Fußball-Horizont so immens erweitert, dass ich sie höher ansetzen konnte als zuvor.
„Das muss doch eine tolle Sache sein“, dachte ich mir. Also meldete ich meinen Sohn Christoph (Mücke) und mich an – aber nicht als Schieris, sondern als Schiedsrichterbetreuer. Mücke wurde dann doch als Pfeifer eingesetzt, um sein Selbstbewusstsein aufzubauen. Hier hatte er noch Defizite.
Am 19. Mai begann das Abenteuer, das Nørhalne heißt.
Sohnemann und ich trafen, nach einer problemlosen Fahrt, um halb fünf auf dem Schulhof von Nørhalne ein. Michael Wachowiak nahm uns in Empfang, wies uns die Schlafstätten zu: Christoph war in einem Klassenraum untergebracht zusammen mit Matthias Gross, Oliver Pogrzeba, Michael Lange und Jan Nehlsen (alle tus BERNE), sowie Oliver Dick, Patrick Bauer (beide TSC Wellingsbüttel) und Oliver Eschner (Hoisbütteler SV). Der Platz für mein müdes Haupt befand sich im Physikraum. Dort weilten schon neun andere Kameraden.
Sodann lernte ich die Kollegen aus der Schiedsrichterbetreuung kennen: Büroleiter Dennis Heep, Ansetzer Jörg Weitkamp (unterstützt von Michael Wachowiak), die Platzleiter  Jürg Ehrt, Matthias Meier, Harald Schenk, Thomas Wiesenthal, Heinz Steffen, Manuel Hergarten, Oliver Dick, Patrick Bauer und Stefan Kraus.
Zusammen mit Dennis Vater, Jürgen Heep, übernahm ich die Aufgaben der Statistik und Spesenabrechnung, sowie des allgemeinen Büro- und Telefondienstes. Dazu gehörte auch Claus Bredenfeld, der dann aber gemeinsam im Zweier-Team mit Michael Murche Schiedsrichter-Beobachtungen auf allen Plätzen durchführte.
So war ich also ehrenamtlicher Refex-Mitarbeiter. Refex? Ach ja, das ist die dänische Schiedsrichtervermittlung deren Chef Michael Wachowiak ist.►
 Michael Wachowiak
Zwischenzeitlich war auch Hannes Flach (tus BERNE) mit Chuadking Saichon (Walddörfer SV) eingetroffen. Die beiden waren in Dänemark auf der Autobahn in einen großen Stau geraten. Last but not least sind die Kameraden vom SV Bergstedt zu nennen: Mike Albrecht, Stephan Gehrmann und Alex Kauter. So waren aus dem BSA Walddörfer des Hamburger Fußballverbandes nicht weniger als 13 Unparteiische erschienen.
Abends wurden alle angereisten Referees in der „Gelben Karte“ (umfunktionierte Aula) begrüßt: Deutsch, englisch und dänisch. Das Refex-Team wurde vorgestellt und es erläuterte die Turnierregeln sowohl für das Spielgeschehen auf dem Platz, als auch den Schieri-Verhaltenskodex für die Freizeit, die Unterbringung und die Mahlzeiteneinnahme (inklusive Umgang mit dem Alkohol) und natürlich den Zeitplan.
Jeder Teilnehmer erhielt großzügigerweise acht Getränkebons, die für Bier (Tuborg Øl) oder Softdrinks verwendet werden konnten.
Es lief alles prima. Dann kam die Nachricht, dass wegen des Sturmes (es war draußen trocken und sonnig, aber verdammt windig) 700 Akteure (etwa 22 Mannschaften) aus Norwegen auf einer Fähre im Skagerrak festsaßen.
Gutschein
Diese Leute fielen für das Turnier aus und es musste unendlich umgebaut werden: Nicht nur die Spielpaarungen, sondern auch die Schiedsrichterbesetzungen. Eine schier unlösbare Aufgabe für die Ansetzer Jörg und Michael. Mit großem Zeitaufwand, viel Fleiß und einigen Kannen Kaffee klappte es dann aber doch.
Donnerstag, 20. Mai: Das Turnier begann. Die Schiedsrichter reisten per Bus (gratis!) oder mit dem PKW als Selbst- oder Mitfahrer zu den Plätzen nach Aabybro, Birkelse, Biersted, Brønderslev, Pandrup (Jetsmark-Stadion), Saltum, Vadum oder Vestbjerg.
Jürgen und ich durften im Büro „Wache“ schieben und bereiteten die Abrechnungslisten mittels Laptop und Drucker (erstmalig kam dieser moderne Kram beim Nørhalne Cup zur Anwendung) für die einzelnen Schiedsrichter vor. Jeder Einsatz eines Unparteiischen wurde mit Euro 6,50 honoriert.
Alle anderen Kameraden waren weitgehend ausgeflogen. Sohnemann Christoph war mit Matthias Gross nach Aabybro gefahren. Mücke war unheimlich nervös. Abends zuvor mochte er schon nicht mehr essen.
Herr Wachowiak war auch ständig „auf Achse“ und er hatte eine niederländische Betreuerin im Kielwasser. Ich nahm an, so eine Art „Auszubildende“ in Sachen Turnier-Organisation.
Abends, nach redlich vollbrachter Arbeit, kamen die „Recken der Unparteilichkeit“ müde und abgekämpft in die Unterkunft. Aber wie sahen die denn aus? Es gab wohl keinen Pfeifer oder Winker, der sich nicht einen Sonnenbrand an Kopf, Armen und Beinen eingefangen hatte.
Kein Wunder: Das Wetter war trocken und sehr sonnig, aber es ging ein kalter, wirklich sehr kalter Wind über alle Plätze. So erschien auch der kleine Flötenritter Jürg Ehrt aus Sachsen auf der Bildfläche. Gezeichnet von den Spielen auf der Turnierstatt aber auch gezeichnet von Lady Sunshine: Seine hochrote „Birne“ trug ihm den Rufnamen „Glühwürmchen“ ein.
Die Platzleiter gaben die Spielpaarungslisten, mit den darin verzeichneten Schieri-Ansetzungen, ab. Die Daten übertrugen Jürgen (in sein hanseatisches Kaufmannsbuch) und ich in eine Excel-Tabelle auf dem Laptop. Jürgen wählte diese Variante, weil er der neumodischen Technik noch nicht so recht Vertrauen entgegenbringen wollte und konnte. Ach, übrigens: Jürgen ist kein Schiedsrichter und will es auch nicht werden, aber dafür ein vorzüglicher Kumpel, der mich mit seiner Ruhe und Ausgeglichenheit bei der Stange hielt.
Warum? Die einzelnen Platzleiter kamen mit den, für uns und letztendlich auch für die Referees wichtigen, Listen wann es ihnen Spaß machte. Die Schriftstücke befanden sich teilweise in einem grauenerregenden Zustand. Das Geschreibsel war manchmal nur schwer zu identifizieren.  „Ein Königreich für einen Professor der Ägyptologie, möglichst mit Kenntnissen aus den Hieroglyphen“! Die Ansetzer bastelten wieder an den Einsätzen. Für mich war um 11:45 Uhr Feierabend.

Nun hatte ich nicht den ganzen Tag Bürodienst. Der Sportplatz von Nørhalne war in wenigen Gehminuten zu erreichen und so schaute ich mir unter anderem Bernes jüngsten Referee (14 Jahre) Jan Nehlsen an. „Pitch“, wie er auch gerufen wird, wollte seinen Vater Michael Lange begleiten und diesem beim Schiedsrichtern zusehen. Da das Personal a bisserl knapp war (am zweiten Turniertag wurden drei niederländische Kollegen vorzeitig suspendiert), wurde er kurzerhand angesetzt.
Am Ende kam er auf 17 Einsätze, davon zwei auf dem Großfeld und zwei als Assistent.
Ich sah ihn und ich sah englische Mannschaften, die mit einer vorbildlichen Disziplin und einer sportlichen Fairness Fußball spielten, wie ich es bisher noch nicht erlebt hatte.
Mit seinen Leistungen war ich zufrieden – es hatte sich also wieder gelohnt. Später erfuhr ich von den Beobachtern, wie gut er in den Spielen agierte.
Abends wieder das gleiche Procedere: Die Schieris kamen heim, die Platzleiter ebenso, die Listen kamen zu Jürgen und mir – früher oder später oder sehr viel später!  Um 1:45 Uhr war es dann vollbracht: Die Daten waren aufgenommen.
Letzter Turniertag, Sonnabend 22. Mai: Die letzten Stunden waren geprägt von den Finalspielen. Oliver Pogrzeba bekam ein Endspiel, bei dem Matze Gross assistierte (U12 Junioren). Neuling Oliver Eschner (Hoisbüttel) durfte ein Finale leiten (U17 Mädchen).
Die größte Freude für mich war die Nominierung meines Sohnes Christoph für das Endspiel der U9 (F-Junioren)  Rushden & Diamond  (UK) vs. Humlebæk BK (DK) in Nørhalne.
Mücke zog sich sehr gut aus der Affäre, weil die Trainer, Betreuer und Eltern beider Mannschaften ausgesprochen fair und freundlich miteinander umgingen. Das Spiel wurde nach 9-Meter-Schießen zu Gunsten der Dänen entschieden.
Abends, zum letzten Mal: Listen entgegennehmen, Spiele eintragen und jetzt abschließend abrechnen. Das ging dann, trotz ständiger Korrekturen, sehr schnell.


Statistik:
113 anerkannte Schiedsrichter haben über 1.550  Spiele geleitet.
Davon beauftragte die Refex - Organisation/Michael Wachowiak 86 Referees, die 1.356 Spiele abwickelten. Diesen 86 Kameraden, davon 1 Mädchen, wurden an Spesen 8.814 Euro ausgezahlt.
Leider mussten 3 Niederländer am 2. Turniertag disqualifiziert werden.
4 Schiedsrichter wurden mit einem Pokal geehrt: Jürg Ehrt für die 10te Turnierteilnahme in Nørhalne.
Carsten Schmitz aus Essen, Stefan Zock aus Dresden und Oliver Pogrzeba aus Hamburg bekamen den Kameradschaftspokal ausgehändigt für besonders vorbildliches Benehmen gegenüber Kollegen und der Turnierleitung. Sie waren immer ansprechbar und einsatzbereit, wenn es mal irgendwo „brannte“.
Wenn ich mich recht erinnere, wurden bei 3 Spielen Proteste eingelegt, die aber alle abschlägig beschieden wurden.
So endete ein herrliches Turnier. Ich war überwältigt, wie gut die Kameradschaft unter den Schiedsrichtern war, auch wenn diese sich bisher nicht kannten. Die gute Laune, allüberall, wirkte dem allgemeinen Stress sehr entgegen.
Christoph und mir hat der Nørhalne Cup viel gebracht: Jedem auf seine Art. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr: Zum Vatertag am gleichen Ort, wenn auf den Plätzen wieder zum Turnier angepfiffen wird.

Holger

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Dabei waren:
 Hannes
Hannes Flach
18 Spiele
 Matze
Matthias Gross
15 Spiele
 Michael
Michael Lange
16 Spiele
Mücke
Christoph Stürmer
16 Spiele inkl. 1 Endspiel
Pitch
Jan Nehlsen
17 Spiele
Olli
Oliver Pogrzeba
16 Spiele, inkl. 1 Endspiel
1 Tag Platzleiter
Holgi
Holger Stürmer
Zahlmeister, Statistik, Bürodienst

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Sint Tunnis Cup (Niederlande) von Mehmet Fatiras

Am 9. April 2004 gegen 09:30 Uhr trafen wir uns am Berner Sportplatz. Dort erwarteten uns schon Michael Wachowiak (der ja ebenfalls für Berne pfeift) und Bo Belkow, zwei Kameraden aus Dänemark, Oliver Pogrzeba (tus BERNE), Oliver Eschner (Hoisbüttel), Chuadking Saichon (Walddörfer SV) und Oliver Dick (TSC Wellingsbüttel). Nachdem wir viele schwere Taschen und das Lieblingsgetränk der Referees, „Gerstenkaltschale“, verstaut hatten, ging es in Richtung Kleve. Für die ca. 500 km hatten wir gut 6-7 Stunden Fahrzeit eingeplant. Wir: acht Schiedsrichter, ein Kleinbus und ein Auto. Auf einer Raststätte vergrößerte sich der Konvoi dann auf drei Fahrzeuge: Drei Pfeifer aus Dänemark kamen hinzu.
Gegen 16 Uhr trafen wir in Kleve bei unserem Übernachtungsdomizil, einer Jugendherberge, ein. Dort waren noch andere Kameraden aus Dänemark, die Skat spielten und uns fröhlich empfingen. Zunächst wurden wir von Michael Wachowiak auf die Zimmer verteilt. Wir richteten uns erst einmal gut ein und spielten ebenfalls Skat.
Am Abend, während der Besprechung in Kleve, wurden die Regeln des Turniers erläutert. Etwa gegen 9 Uhr erhielten wir die Ansetzungen für die Spiele am Samstag, dem 10. April. Sie wurden uns von vier Turnierleitern erklärt und übergeben.
Alle Schiedsrichter wurden in Gruppen eingeteilt und diese wurden dann auf die verschiedenen Spielorte verteilt. In den zwei Tagen wurde ich in Excellent-Oploo und DSC Zondag eingesetzt. Von der Unterkunft abgeholt und zu den Spielplätzen gebracht wurden wir mit einem Auto-Konvoi, der von der Turnierleitung gestellt wurde. Fahrzeit von Kleve bis zu den Turnier-Plätzen ca. 30 Minuten. Abends wurden wir wieder abgeholt. Durchschnittlich konnte jeder Schiedsrichter 12-13 Spiele leiten.
Am ersten Tag ging es bei kaltem Nieselwetter nach Excellent-Oploo. Meine ersten drei Spiele fingen gleich mit Girls U17 an. Um 14:45 begannen dann die nächsten drei Boys U17-Spiele.
Das erst Boys U17-Spiel hieß gleich ODP Europe (USA) – FC Saltdean United (England), ein Spitzenspiel, das ohne große Probleme 0:2 endete. Am zweiten Tag kam ich für 6 Spiele in DSV Zondag zum Einsatz. (Boys U17).
An zwei harten Schiedsrichtertagen kamen meine Kameraden und ich abends, ca. 19-20 Uhr, immer erschöpft und zufrieden in der Unterkunft in Kleve an. Es wurde geduscht - herrlich! - und gegessen.
Am Montag ging es von einem wirklich gut organisierten Sint Tunnis Cup 2004 wieder zurück nach Hamburg.
Fazit: Die Zeit beim Sint Tunnis Cup 2004 war herrlich und ich würde mich freuen, wenn ich im nächsten Jahr wieder dabei sein dürfte.
Vielen Dank an meine Schiedsrichterkameraden Michael Wachowiak und Oliver Dick für die Einladung und gute Betreuung während des Turniers.

Mehmet Fatiras


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REFEX-Schieris im USA-Einsatz von Jürg Ehrt und Michael Wachowiak

Als am 10. Januar 2003 die ersten Vorbereitungen, mit dem Einholen von Genehmigungen, Erklärungen und Empfehlungsschreiben, für das Abenteuer USA begannen, hätten wir nie daran gedacht, dass der Traum auch in Erfüllung gehen würde. Als dann aber im Mai die offiziellen Einladungen des Schiedsrichterausschusses von Tampa vorlagen, war es Realität geworden: Wir durften am Tampa-Bay-Sun-Bowl-Turnier in Tampa, Florida teilnehmen! 
Hierbei handelte es sich um ein Sichtungsturnier aller Collageschulen der Vereinigten Staaten von Amerika, wo Spieler auf sich aufmerksam machen können, um in höher platzierte Schulmannschaften und den dazugehörigen Schulen aufgenommen zu werden.
Unser Europa-Team bestand aus Stefan Kraus, Dennis Heep (beide Essen), Matthias Meier (Netphen), Jürg Ehrt und Detlef Lehmann (beide Dresden), Michael Wachowiak (Ega – Dänemark) und Jordi Fernandez (Barcelona – Spanien).
Heiligabend war es dann soweit. Die Dresdener und der Reiseleiter (Michael Wachowiak) fuhren nach Amsterdam, um dort Weihnachten zu feiern. Am 25. Dezember ging es in aller Frühe los. Um 07.30 Uhr trafen wir uns mit den SR-Kollegen Stefan Kraus, Dennis Heep und Matthias Meier am Flughafen Amsterdam-Schiphol. Bis auf Jordi Fernandez, der eine andere Route flog (ihn sahen wir erst in Tampa), war unsere Gruppe vollständig „angetreten“. Nachdem nun alle Zollformalitäten, Sicherheitskontrollen usw. abgeschlossen waren, ging es los.
Exakt 10.25 Uhr hob unser Flieger von der runway ab und pünktlich 14.25 Uhr Ortszeit landeten wir in Miami. Nun hieß es wieder Zeit und Geduld aufzubringen! Fast 2 Stunden dauerten die Einreise- und Sicherheitsformalitäten. Was nach den Ereignissen vom 20. September 2001 bzw. dem Irakfeldzug im letzten Jahr kein Wunder ist.

Um 19.15 Uhr konnten wir mit dem Inlandsflug weiterreisen nach Tampa, jedoch nach erneuten, vorherigen Sicherheitskontrollen, während derer sich die Amis nicht scheuten, uns die Schuhe ausziehen zu lassen, die wir nun seit 20 Stunden an den Füßen hatten.
Nach guten 25 Minuten Flugzeit erreichten wir endlich unser Ziel: Tampa. Zunächst holten wir unsere vorbestellten Mietwagen ab und fuhren ins Hotel. Der Veranstalter hatte für uns europäische Referees im „Best Western Hotel – Bush Gardens“ Zimmer gebucht. Um die anstrengende Reise erst mal zu „verdauen“, wurden wir auf ein landesübliches Getränk eingeladen. Erschöpft sprangen wir danach alle in die „Falle“.
Am Abend des 26. Dezember fand der offizielle Empfang der Schiedsrichter in einem großen Hotel in Tampa statt. Nach Aushändigung der Spielansetzungen erfolgte eine Vorstellung der einzelnen Schiedsrichterdelegationen und die Turnierregeln wurden, für jeden gut verständlich, mittels einer Power - Point Präsentation dargelegt.
- 332 Teams in den Altersklassen U19, U18, U17, U16, U15 und U14 hatten zu dem Turnier gemeldet.
- Diese spielten 728 Spiele auf 67 Plätzen auf 17 Anlagen in 6 Städten/Stadtteilen.
- Das Turnier wurde von 263 Unparteiischen aus 7 Ländern geleitet (USA, Kanada, St. Lucia, Deutschland, England, Dänemark und Spanien).
Endlich war es soweit: Am 27. Dezember standen die ersten Begegnungen auf dem Plan. Unsere Gruppe wurde noch vervollständigt mit Engländern sowie zwei amerikanischen Kollegen.
Das erste Spiel fand um 9.00 Uhr vormittags statt. Bei dem Spiel Swansboro Coastal Force vs. Brandon FC Flames war Michael Wachowiak der Chef, Assistenten : Jürg Ehrt und Detlef Lehmann.
Um 11.00 Uhr wurde es für Detlef ernst. Jetzt durfte er in die Mitte zur U 18-Paarung Dallas Inter Black vs. Kolping Raiders. An den Linien:  Michael und Jürg.

13.00 Uhr: Jürg wurde der Gespann-Boss. Bei Temperaturen von 25 Grad C und herrlichem Sonnenschein leitete er das Spiel der U18 Cleveland United gegen Germania Stallions.
Auf allen Plätzen wurde sehr gut für uns gesorgt. Wir bekamen frische Früchte und Wasser. Und auch das Spesenabrechnungssystem funktionierte perfekt, nach jedem Spiel bekamen wir die Dollars bar auf die Hand! Daran erfreute sich abends auch immer der Barkeeper in unserem Hotel....!
Der erste Turniertag war vollbracht. Alle hatten ihre Spiele souverän über die Bühne gebracht.
Am 28. Dezember leiteten wir jeder drei Spiele (2xSRA, 1xSR), wobei nunmehr zwischen den Gespannen getauscht wurden. So hatten wir SR-Kollegen aus England an der Linie und assistierten bei einem von ihnen als Winker.
Für den 29. Dezember standen für jeden zwei bzw. drei Einsätze auf den Programm. Am späten Abend teilte uns der verantwortliche Reiseleiter (Michael Wachowiak) mit, dass alle SR-Kollegen aus Deutschland und Spanien auf Grund der ausgezeichneten Schiedsrichter- und Assistentenleistungen vom Veranstalter zu den Endspielen am 30. Dezember eingeteilt worden waren.
Michael wurde die Leitung des U18 Viertelfinalspieles übertragen für seine hervorragenden Leistungen in den bisherigen Runden.
Dieses Viertelfinalspiel Greenville Black 87 (aus South Carolina)  gegen Mentor Impact (Ohio) fand unter erstklassigen Flutlichtbedingungen um 19.00 Uhr in Plant City statt. An den Linien weilten die Kollegen Wayne Skelton und Alan Banbury aus London.
Natürlich ließen es sich die Refex-Schieris nicht nehmen, Michael zu diesem Match zu begleiten. Detlef Lehmann, unser Mann mit der Kamera, filmte das gesamte Spiel!
Nach Beendigung der Begegnung wurden die Leistungen des SR-Teams auf den Prüfstand gestellt. Alle gelangten zu der Erkenntnis, dass Michael das Spiel „super im Griff“ und somit sicher und souverän geleitet hatte.

- U19    Finale SRA1: Matthias Meier (Netphen)
- U18A  Finale SRA1: Jordi Fernandez (Barcelona)
-
U18B  Finale SRA1: Detlef Lehmann (Dresden)
- U17A  Finale SRA1: Stefan Kraus (Essen)
- U17B  Finale SRA1: Dennis Heep (Essen)
- U16    Finale SRA1: Jürg Ehrt (Dresden)
Alle Spielleiter dieser Endspiele waren Schiedsrichter aus den USA. Hierbei handelte es sich um Kollegen, die in der 1. Liga des USA-Verbandes tätig sind. Detlef Lehmann war unter anderem bei einem SR-Kollegen aus Chicago dabei. Das Gespann vom Jürg bestand aus Kyle A. Borne (Texas) und Jerry Zavada (Kalifornien). Das U19 Spiel, wo Matthias Meier Linienassistent war, wurde von Alex Prus aus New Jersey geleitet. Alex wurde zwischenzeitlich zum FIFA-Schiedsrichter nominiert.
Am Ende des Turniers haben wir alle Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen. Die Spiele standen zu 90 Prozent auf einem sehr hohen Niveau, die Athletik stand im Vordergrund, der amerikanische soccer ähnelt sehr dem britischen football, daher war und ist dort die sogenannte englische Härte an der Tagesordnung. Wir hatten uns an die Spielweise, welche nie unfair und aggressiv geführt wurde, schnell gewöhnt. In allen Spielen unserer Gruppe gab es keinen Platzverweis. Die Spieler und Betreuer waren mit den gezeigten Leistungen auch in ihren statements vollauf zufrieden. Gegen SR-Entscheidungen wurde nicht protestiert und lamentiert, alle Entscheidungen wurden ohne Beanstandungen hingenommen.
Der Veranstalter bestätigte uns, dass die europäischen Unparteiischen ein sehr hohes Niveau haben. Auf Grund der gezeigten Leistungen wurden wir für 2004 erneut eingeladen.
Wir Schiedsrichter waren angenehm überrascht von den riesigen Sportanlagen mit sehr guten Rasenplätzen, die alle mit leistungsstarken Flutlichtanlagen ausgestattet waren.
Das Turnier war beendet und nun durften wir wohlverdienten Urlaub machen. Die Tage vom 31.12.2003 – 10.01.2004 verbrachten wir in Tampa und Orlando. Wir machten Ausflüge in den Everglades National Park, wo wir bei einer Bootsfahrt durch die Mangrovenwälder reichlich Flora und Fauna bestaunten. Wilde Tiere kamen uns sehr nahe, mit Alligatoren spielten wir und eine Tigerpython begrüßte uns.
Einmal standen Alligatorenschwänze auf dem Speisezettel. Was heißt hier „bäh!“ ? Die sind so lecker wie, na wie Hähnchen!
Auch kulturell hatte Tampa einiges zu bieten. Der Vergnügungspark Bush Gardens lud mit seinen verwegenen und riesigen Achterbahnen zum mitfahren ein. Das Aquarium von Tampa wurde von uns ausgiebig besucht. Hier sahen wir Meeresbewohner, von denen wir zum Teil noch nie etwas gehört oder gesehen hatten!
Nach so viel Fisch brauchten wir eine Luftveränderung. Diese bot sich an durch eine Fahrt mit der historischen Straßenbahn durch den alten Stadtkern von Tampa – Ybor City! Genau dieses Ybor City lud auch ein zur Silvesterparty. Ganze Straßenzüge wurden für den Verkehr gesperrt, um die vielen feiernden Besucher aufzunehmen. Eine tolle Party, mit einem würdigen Jahreswechsel!
Vergessen möchten wir auch nicht unsere Strandbesuche am Mexikanischen Golf. Clearwater Beach lud ein, bei sonnigen 25 Grad ein kühles Bad zu nehmen und wir nahmen gerne an.
Die letzten  vier Tage verbrachten wir in Orlando, wo wir die Filmfabrik der Universal – Studios besuchten.
Hauptsächlich aber nutzten wir die Zeit zum shopping. Die großen Malls und billigen Outlett Stores am International Drive luden dazu ein und der eine oder andere füllte sich seine Taschen mit Jeans und Parfüm, worüber sich die Fluggesellschaften freuten, wegen des Übergepäcks!
Doch auch nach 16 herrlichen Tagen sehnt man sich nach zurück nach Hause. Obwohl wir bei strömenden Regen in Europa landeten, waren wir doch glücklich, denn in der Heimat ist es doch am schönsten! Aber im Dezember 2004  heißt es wieder: Auf nach Florida! Die Vorbereitungen laufen schon.


Dieser Bericht ist eine Gemeinschaftsproduktion zwischen Dänemark und Dresden!
Autoren: Jürg Ehrt und Michael Wachowiak


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Norway-Cup von Michael Wachowiak

Nicht nur in Dänemark und Spanien sind die Berner Schiedsrichter unterwegs, auch nach Norwegen geht die Reise. Hannes Flach, Christian Hülle, Michael Wachowiak und zwei Kollegen aus Dresden, Stefan Bähr und Roy Ehleben, machten sich in Hannes Ferienauto nach Oslo auf, zu einem der größten Jugendturniere der Welt, dem Norway-Cup*. Über Nacht ging die Fahrt mit der Fähre von Dänemark nach Schweden und dann weiter auf der E6 direkt ins Fußballzentrum Oslo. In einer Schule, wo wir zusammen mit 250 Schiedsrichtern untergebracht waren, fand sich schnell ein Zimmer, welches wir mit vier netten Norwegern teilten. Nach ein paar Stunden Schlaf wurde es ernst: In der Aula der Schule war eine Besprechung angesetzt, und so sahen wir zum ersten Mal die ganze Schiedsrichtermannschaft mit Kameraden aus Spanien, USA, Italien, Bolivien, England, Schottland, Wales, Schweden, Deutschland, Dänemark und natürlich Norwegen. Für uns "Ausländer" wurde die Einweisung in englischer Sprache gehalten.
Wir freuten uns schon auf unsere ersten Einsätze, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Alle Rasenplätze wurden gesperrt und die Spiele auf Grand verlegt. Ich hatte anfangs noch Glück, mein Damen-Spiel durfte ich im Trockenen mit zwei 16-jährigen norwegischen Assistentinnen leiten, die sich noch in der Schiedsrichterausbildung befanden (Rekruteringsdommer heißt das in Norwegen): Beide waren gut. Bei den nächsten beiden Spielen hatte ich weniger Glück, es fing an zu regnen, erst leicht, später etwas stärker. Obwohl alle Akteure durchnässt waren, war es doch ein gutes Spiel. Das nächste Spiel musste nach 5 Minuten abgebrochen werden, denn es schüttete so heftig, dass der Platz nicht mehr zu sehen war. Schade, aber die warme Dusche danach war ein Hochgenuss.
In der Nacht hörte es endlich auf zu regnen und am nächsten Tag waren die Plätze wieder OK. Nun konnte es richtig losgehen.
Während der Spiele wurden wir von den Norwegern offiziell beobachtet. Sie sorgten dafür, dass wir immer richtig eingestuft wurden. Eine gute Sache, so konnten wir immer sicher sein, dass wir nicht überfordert wurden. Ich meine, wir alle brachten unsere besten Leistungen.
Für den einen oder anderen sprang die Teilnahme an einem Viertel-, Halb- oder gar Finalspiel heraus. Letztendlich war es ein gesunder Konkurrenzkampf unter den Schiedsrichtern.
Jeder Referee bekam 2 bis 3 Spiele pro Tag. So brachte ich es auf 19 Einsätze in der Woche vom 27. Juli bis 2. August. Wer Lust und Energie auf mehr Ansetzungen hatte, konnte sich als Reserve zur Verfügung stellen.
Häufig war es so, dass 3 Schiedsrichter 3 Spiele machten und dann untereinander tauschten. Das brachte dann auch einige interessante Spiele hervor. So hatte ich das Glück, ein U 16-Spiel zwischen einer Mannschaft aus Thailand und Norwegen zu leiten. Eine Freude war es, die Jungen aus Fernost zu beobachten: Sie spielten einen schnellen und technisch guten Fußball, während die Norweger mit mehr Körpereinsatz dagegen hielten. 2 - 2 endete die faire Partie. Als freiwillige Reserve durfte ich dann die jungen Thais nochmals als Unparteiischer begleiten. Dieses Mal an der Linie als Assistent. Der Gespannführer war ein Norweger und der andere Assistent kam aus den USA. In diesem Spiel ging es um mehr, denn es war bereits das Viertelfinale.
In der letzten Minute gab der Schieri einen Strafstoss für die Thailänder, der zum 1 - 1 Ausgleich führte. Jetzt wurde es ungemütlich. Die Norwegerspieler bedrängten unseren Gespann-Chef so sehr, das wir auf den Platz mussten, um beim Schlichten zu helfen. Fast 5 Minuten dauerte der Aufstand der Nordmänner, dann kehrte wieder Ruhe ein.
In der fälligen Verlängerung fielen keine Tore. Den Sieg im Elfmeterschießen erkämpften die Wikingernachfahren...

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man bei einem internationalen Spiel teilnehmen darf, in dem sich das Schiedsrichter-Gespann aus Kameraden zusammensetzt, die aus drei Nationen kommen. Übrigens: Hannes hatte auch Glück. Er durfte eine Mannschaft aus Brasilien pfeifen.
Während der Freizeit freundeten wir uns mit den Kollegen aus Norwegen an, es wurde viel Fachwissen ausgetauscht und von Erlebnissen erzählt. Einer von ihnen arbeitet als Koch und so machte er für uns 9 auf dem Zimmer ein köstliches Dessert. Auch ein Ausflug nach Oslo City war eingeplant. Von der Turnierleitung bekamen wir einen Freifahrtschein für die Stadtwerke von Oslo. Damit konnten wir Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Hafenverkehr benutzen.
Wir bekamen viel, sehr viel zu sehen. In der übrigen Freizeit wurde viel geschlafen, oder Hannes, Christian und ich machten die Skatkarten heiß, jeden Tag spielten wir ein paar Stunden. Dabei ging es immer sehr lustig zu.
Das Essen war prima. Es gab ein gutes Frühstück und ein gutes Abendessen. Man konnte wählen zwischen zwei warmen Gerichten. Zu den leckersten Speisen gehörte das Rentiergulasch und natürlicher norwegischer Lachs. Dazu gab es den ganzen Tag frisches Wasser und Milch sowie Kaffe und Tee.Um während der Spiele verpflegt zu werden, erhielten wir Getränkebons, die man in Cola oder anderes umtauschen konnte. Satt sind wir immer geworden.
Wir waren uns alle einig: Nächstes Jahr fahren wir wieder nach Oslo! Kommt Ihr mit, Kollegen.......?

Daten zum Norway - Cup:
25.878 Spieler bei 1.319 Mannschaften aus 27 Nationen, die auf 40 Großfeld- und 20 Kleinfeldplätzen ihre Wettkämpfe absolvierten.
4.987 Einsätze für 302 Schiedsrichter und Beobachter!
Infos zu Norwegen:

Die Dänische Schiedsrichtervermittlung gibt Auskünfte über den Norway - Cup, organisiert die Anmeldung u.s.w. und ist vor Ort vertreten. Auskünfte unter: Referee@sport.dk

Michael Wachowiak, Egaa/DK
Anerkannter Schiedsrichter beim tus BERNE, Hamburg

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Nachlese und Statistik zum Nørhalne- Cup 2003 von Danish Referee Exchange, Juni 2003

Wieder ist ein Turnier vorbei und die Planungen für das nächste fangen im August an. Einige Kollegen sind fleißig am Berichte schreiben, die demnächst auf unserer Homepage zu lesen sind und auch die Fotos können dort angeschaut werden. Es sind von den Mannschaften und den Kollegen viele positive Rückmeldungen gekommen so das man sagen kann, die deutschen Schiedsrichter haben ein sehr positives Gesamtbild abgegeben.
Das Team der dänischen Schiedsrichtervermittlung (Refex) bedankt sich bei allen Kollegen die dazu beigetragen haben, das dieses Turnier zu den erfolgreichsten in der Geschichte des Nørhalne - Cups gezählt werden kann. Ein besonderer Dank geht an Hans Joachim Richter aus Hamburg, der mit seinen musikalischen Einlagen für gute Stimmung in der Truppe gesorgt hat.
Und nun ein wenig Statistik:
Insgesamt waren in diesem Jahr 1427 Spiele zu leiten. Die 57 Schiedsrichter und Verantwortlichen der Refex, leiteten davon 942 Spiele in 3 Tagen, dass war ein Durchschnitt von 16,5 Spiele pr. Schiedsrichter.
Das Refex - Team bestand aus: Michael Wachowiak, Jürg Ehrt, Jörg Weitkamp, Dennis Heep und Jürgen Heep. [5]
Aus den Kreisen Dresden, Weißeritz und Weißwasser/Niesky und Leipzig waren dabei: Thomas Brunner, Stefan Bähr, Wolfgang Dieckmann, Marcus Erhardt, Robert Finster, Sven Friedrich, Hubert Grimm, Stefan Gräfe, Stefan Gärtner, René Hänel, Thomas Jacobi, Matthias Kaden, Bern Krause, Matthias Leonhardt, Kristian Meier, Lutz Papke, Uwe Petzold, Heiko Petzold, Robert Pohle, Michael Reichelt, Martin Röthig, Ricardo Sekul, Gunnar Stary, Sebastian Strehle, Thomas Wiesenthal, Jan Windisch, Kai Windisch, Stefan Zock, Oliver Zschörnig. [29]

Aus Hamburg und Schleswig-Holstein waren dabei: Mehmet Fatiras, Matthias Gross, Oliver Dick, Patrick Bauer, Martin Buggert, Hans Joachim Richter, Klaus Hammermann, Kolja Gottschlich, Ahmet Scheicho und Melanie Schulz. [10]
Aus dem SR-Kreis 13, Essen waren dabei: Sebastian Frank, Stefan Kraus, Tobias Suchow, Nils Holtbrügge, Carsten Schmitz, Manuel Hergarten und Mareike Münning.[7]
Aus dem Siegerland und von der Mosel: Matthias Meier, Uwe Seelbach und Heinz Steffen.[3]
Aus dem Europäischen Ausland kamen: Mark Bogdanov, Lettland, Peter Borg und Johannes Smid, Holland.[3]
Dazu kamen 27 dänische Schiedsrichterkollegen aus Kopenhagen und Århus.
Die Finalspiele wurden geleitet von:
Mädchen U16  SR: Oliver Dick, SRA: Mehmet Fatiras und Mareike Münning.
U 12  SR: Peter Borg, NL, SRA: Johannes Smid, NL und Mark Bogdanow Lt.
U 13  SR: Sebastian Frank, SRA: Sven Friedrich und Uwe Seelbach.
U 14  SR: Sebastian Strehle, SRA: Uwe Petzold und Kristian Meier
Folgende Kollegen wurden von der Refex mit Auszeichnungen geehrt:
Matthias Gross, Tus Berne, Hamburg, mit dem Ehrenpreis für vorbildliches kameradschaftliches Verhalten in der SR-Gruppe und Heinz Steffen, Wittlich, Rheinland Pfalz, mit dem Treuepreis für 10 Turniere mit der Refex sowie Stefan Kraus, Kreis 13, Essen, mit dem Sonderpreis für die lustigsten Einlagen und den "blauen Ballettschuhen" im Turnierverlauf.
Das Team der Refex wünscht allen Kollegen ein erfolgreiches Jahr mit vielen Aufstiegen und freut sich Euch zum Nørhalne - Cup 2004 wieder begrüßen zu dürfen.
PS: Die Berichte können pr. Post bei der Refex bestellt werden. Eine Fotoserien können gegen Einsendung eines Freigemachten Rückumschlag sowie 5,00 € bei den Abteilungen der Refex pr. Post bestellt werden

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Nørhalne Cup 2003 29.05.03 - 31.05.03 von Matthias Gross

Auch dieses Jahr beschloss ich, wieder am Internationalen Jugendturnier in Nørhalne (Dänemark) teilzunehmen. Am 28. Mai, Mittwoch morgens, fuhr ich los. Als Fahrgast hatte ich meinen Kameraden Mehmet Fatiras, der zum ersten Mal zu einem internationalen Turnier fuhr, dabei. Ankunft nachmittags an der Schule in Nørhalne. Da standen schon Kollegen, die ebenfalls bei den Spielen pfeifen wollten. Zunächst teilte uns Michael Wachowiak die Zimmer zu. Im Verlauf des weiteren Tages trafen immer mehr Schiedsrichterkollegen ein, die ich schon vom Vorjahr kannte. Keiner fehlte: Nicht die lustigen Dresdner, nicht die netten Essener und natürlich auch nicht die freundlichen Dänen.

Am Abend, während der Besprechung, wurden die Regeln des Turniers erläutert. Etwa gegen halb eins erhielten wir die Ansetzungen für die Spiele am Himmelfahrtstag, dem 29. Mai.
Alle Schiedsrichter wurden, und das jeden Tag, in Gruppen eingeteilt und diese wurden dann auf die verschiedenen Spielorte verteilt. Diese hießen: Nørhalne, Biersted, Aabybro, Vadum, Birkelse, Vestbjerg, Jetsmark und Saltum. In den drei Tagen wurde ich in Biersted, Aabybro und Jetsmark eingesetzt. Von der Unterkunft abgeholt und zu den Spielplätzen gebracht wurden wir mit dem Turnierbus oder fuhren im eigenen PKW, soweit vorhanden. Durchschnittlich konnte jeder Schiedsrichter 18-19 Spiele leiten.

Gleich im ersten Spiel spürte ich wieder, wie im Vorjahr, den Unterschied zwischen Fußball in Deutschland oder im Ausland: Nicht nur die Spielweise ist anders, sondern auch die Disziplin der Spieler. Musste man pfeifen und entscheiden, wurde dieses von den meisten Mannschaften ohne Diskussionen akzeptiert. Die Spiele verliefen äußerst friedlich und fair. Wie es bei einem Turnier sein sollte. Erstaunlich: Die meisten Spieler akzeptierten es, wenn sie eine gelbe Karte wegen Foulspiels erhielten und zeigten mir sofort ihre Rücknummer an. Ganz begeistert war ich auch von der Geduld der Spieler. Wenn eine Entscheidung für sie nicht gleich verständlich war, haben sie höflich nachgefragt und ich konnte ihnen die Situation in aller Ruhe erklären. Die Spieler waren dann befriedigt und spielten weiter.
In den Pausen erholten wir uns auf Stühlen sitzend oder auf Decken liegend. Kaum einer, der nicht von der Sonne "beschädigt" wurde - sie brannte an allen Tagen erbarmungslos vom Himmel. Sonnenschutzmittel wurden in großen Mengen verbraucht...
Nach einem harten Schiedsrichtertag kamen wir abends, meistens zwischen 19-20 Uhr, erschöpft und zufrieden wieder in der Unterkunft der Schule an. Es wurde geduscht - herrlich! - und gegessen. Dann wieder die obligatorischen Besprechungen mit den Gruppeneinteilungen und Spiele-Ansetzungen.
Nun konnte der gesellige Teil des Tages beginnen. Liebstes Getränk der Referees war die Gerstenkaltschale, auch Bier genannt. Jeder Unparteiische hatte von der Turnierleitung 10 Verzehr-Chips bekommen, die an der Bar in der Unterkunft eingelöst werden konnten. Wem es draußen zu kalt wurde, konnte sich den neuen Anbau "Die gelbe Karte" setzen und in lustiger Runde quatschen und neue Freundschaften schließen. Ich ging meistens ins Bett, sobald ich meine Spiele hatte, da wir am nächsten morgen schon wieder um 7 Uhr aufstehen mussten.
Am Freitag, 30, Mai fanden Freundschafts-Länderspiele der "Schwarzröcke" zwischen Deutschland, Dänemark und einer belgischen Seniorenmannschaft statt. Unsere Begegnungen endeten jeweils mit einem 3 : 3 - Unentschieden.
Rückschau: Diese drei Tage waren anstrengend, haben mir aber auch viel Spaß gebracht und ich weiß schon jetzt, dass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein werde.

Matthias Gross

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Nørhalne Cup - 29. Mai bis 1. Juni von Mehmet Fatiras

Drei herrliche Tage durfte ich in Dänemark während des Nørhalne-Cups verbringen. Ich habe dabei viele neue Kameraden kennen gelernt und mein Schiedsrichter-Horizont hat sich stark erweitert. Die 18 Spiele, die ich in den drei Tagen leiten durfte, waren einerseits anstrengend aber andererseits sehr interessant.
Die Arbeit der Schieris im Ausland ist doch anders als bei uns in Deutschland. Erstaunt war ich doch darüber, dass bei Schiedsrichterentscheidungen, egal ob falsch oder richtig, kaum gemeckert oder protestiert wird. Leider kann man diese Aussage für die deutschen Kicker nur selten treffen! Sie müssen halt immer "das letzte Wort haben".
Mein erster Tag begann gleich mit einem U16 Spiel ( DK vs. S ), in diesem wurde ich, wie in Hamburg die Leistungs-Schieris, von einem Beobachter ( Michael Wachowiak ) bewertet. Zur Halbzeit lautete das Ergebnis 1:0, am Ende dann 4:0. Meine zweite Beobachtung an diesem Tage führte Heinz Steffen aus dem Rheinland durch. Es war das U16-Spiel Boler IL gegen Sprint SMG. Halbzeitstand 0:1, bei Abpfiff: 2:1 .
Am 29. Mai hatte ich 6 Spiele in Aabybro zu leiten. Am 30. Mai kam ich für 5 Spiele in Jetsmark zum Einsatz. Auf die Bitte eines Kameraden hin, übernahm ich einen Assistenteneinsatz bei einem Spiel zweier Mannschaften, die nicht unbedingt die Lieblinge des Turniers waren... Am 31. Mai hatte ich 6 Spiele in Biersted zu leiten.
Zurückgekehrt nach Nørhalne, teilte mir der Turnierleiter Michael Wachowiak mit, dass ich als Linienassistent für eines der Finalspiele vorgesehen sei. Darüber habe ich mich sehr gefreut: Gleich bei meinem ersten internationalen Turnier als Final-SRA berufen zu werden.

Am Ende des Turniers spielten noch eine belgische Seniorenmannschaft, sowie dänische und deutsche Schiedsrichter gegeneinander. Ein interessantes, aber streckenweise hartes Match. Schiedsrichter war Michael Wachowiak.
Fazit: Die Zeit in Nørhalne war herrlich und ich würde mich freuen, wenn ich im nächsten Jahr wieder dabei sein dürfte.
Bedanken möchte ich mich bei meinen Schiedsrichterobmann Holger Stürmer, dass er mir zugetraut hat im Ausland zu pfeifen und mich nach Dänemark schickte. Vielen Dank auch an meinen Schiedsrichterkameraden Michael Wachowiak für die Einladung und die gute Betreuung während des Turniers. Ein letzter, großer geht Dank an Matthias "Matze" Gross. Ich durfte bei ihm im Wagen mitfahren und musste mich somit nicht um die Anreise kümmern. Ach ja! Matze hatte einen Fairness-Pokal zugesprochen bekommen für sein überaus kameradschaftliches Auftreten während des gesamten Turniers. Ich meine: Absolut verdient!

Mehmet Fatiras

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Berne pfeift in Dänemark von Holger Stürmer

Auch in diesem Jahr waren wieder Berner Schiedsrichter beim Noerhalne-Cup ( 29. bis 31. Mai ) in Dänemark vertreten. Es waren dies Matthias Gross, 20 Jahre, und Mehmet Fatiras, 17 Jahre, welche die 4-Stunden-Fahrt Richtung Aarhus/Grenaa auf sich nahmen.
Bei strahlendem Sonnenschein leitete jeder 19 ( Matthias ) bzw. 18 Spiele ( Mehmet ). Übereinstimmend wussten beide zu berichten, dass es, wie in den vergangenen Jahren, wieder einmal riesigen Spaß bereitet hatte zu pfeifen. Die Kameradschaft unter den vielen Schiedsrichtern aus Europa war hervorragend. Kost und Logis einwandfrei. Die Turnierleitung ( unter anderem unser Kamerad Michael Wachowiak ) leistete erstklassige Administrationsarbeit. Dazu gehörten nicht nur die Besetzungen der Spiele mit Unparteiischen, sondern auch das Beobachten von Schiedsrichtern, um die Gespanne für die Endspiele heraus zu filtern.
So wurde Mehmet in zwei Spielen "observiert" und er konnte die Noten 44 und 45 einheimsen. Diese guten Bewertungen sind automatisch verbunden mit Einladungen zu den nächsten Turnieren in Dänemark, Norwegen, Spanien und Italien.
Matthias "Matze" Gross bewährte sich nicht nur als guter Referee, sondern auch als Berner "Sonderbotschafter". Ihm wurde nämlich der Fairness-Pokal zugesprochen für besonders kameradschaftliches Verhalten gegenüber Mannschaften, Turnierleitern und den anderen Unparteiischen des Turniers.
Fazit: Unsere beiden Reisenden in Sachen Fußballregeln hatten viel Spaß, sie haben die Berner Farben ehrenvoll vertreten und dabei wieder einiges hinzu gelernt. Von den beiden sollten eigentlich schon Erlebnisberichte vorliegen, jedoch hatten diese Schlawiner wohl noch keine Zeit, sich als Schriftsteller zu betätigen...

Holger

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